Kamera-Analytik im Off-Grid-Funknetz
Avigilon-Unity-Kameras erkennen Personen und Fahrzeuge mit professioneller Videoanalytik — aber die Alarme leben in einer Online-Welt. Diese Integration bringt sie dorthin, wo kein Internet nötig ist: als Kurznachricht ins MeshCore-LoRa-Mesh.
Vom Analytik-Event zur LoRa-Nachricht
Kamera erkennt
Die H6A-Kamera klassifiziert Personen und Fahrzeuge direkt on-edge. Das Analytik-Ereignis wird in Avigilon Unity als Alarm definiert — damit ist es über die REST-API erreichbar.
Bridge fragt ab
Ein Python-Dienst meldet sich per Nonce/Key-Token an der Unity Web-Endpoint-API an und pollt die Alarmliste im Sekundentakt. Geänderte Aktivierungszeitstempel = neues Ereignis.
Kurz & funkgerecht
Aus dem Alarm wird eine kompakte Zeile: Alarmname, Kamera-Standort, Uhrzeit. Ein Rate-Limit schützt die knappe LoRa-Airtime vor Alarm-Gewittern.
Ab ins Mesh
Über die Home-Assistant-Integration von MeshCore geht die Meldung als Kanal-Broadcast ins LoRa-Netz — jeder Node im Kanal empfängt sie, komplett ohne Internet oder Mobilfunk.
Was dabei gelernt wurde
Alarme sind die stabile API
Der dokumentierte Live-Event-Push lieferte ohne undokumentierte Subscribe-Aufrufe keine Daten — die Alarm-Liste der REST-API dagegen ist first-class: zuverlässig, versioniert und mit allem, was die Bridge braucht.
Ein Zeitstempel als Trigger
Bei einem echten Analytik-Treffer ändert sich die letzte Aktivierungszeit des Alarms, während sein Status gleich bleibt. Genau darauf triggert die Bridge — pro Alarm-ID, Erstsichtung wird übersprungen.
Ein Funkmodul, viele Nutzer
Statt eine zweite Verbindung zum MeshCore-Node zu öffnen, nutzt die Bridge den bereits verbundenen Home-Assistant-Companion — ein LoRa-Radio, sauber geteilt zwischen allen Diensten.
Grenzen kennen
Die Unity-Karten können keine externen Marker darstellen — ein MeshCore-Tracker lässt sich dort nicht einblenden. Dafür funktioniert der umgekehrte Weg: Kamera-Ereignisse ins Mesh. Tracker-Karten übernimmt Home Assistant.